Oberitalien

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Koordinaten: 45° 30′ N, 10° 30′ O

Reliefkarte: Italien
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Oberitalien
Norditalien

Oberitalien oder Norditalien (italienisch: Nord Italia, Alta Italia, Italia settentrionale oder Settentrione) ist der nördliche Teil von Italien, an den südlich Mittelitalien anschließt.

Geografisch erstreckt sich Norditalien von der Küste der Adria im Osten über die Ebenen des Po, im Norden und Westen die Alpen hinauf teils bis an den Alpenhauptkamm und im Süden in den Apennin. Im Westen grenzt Frankreich, im Norden die Schweiz und Österreich, im Osten Slowenien, und im Südosten San Marino an Norditalien.

Oberitalien umfasst drei Landschaftsräume:

Auf den Alpenraum, zu dem auch der Mont Blanc an der französischen Grenze gehört, kann sich der Ausdruck Oberitalien auch beziehen, jedoch nehmen die Tiefländer als größte Tiefebene Italiens und Südeuropas die halbe Fläche Norditaliens ein. Wie beim Ausdruck „Obere“ Adria ist hier aber primär „Norden“ gemeint.

Amtliche Statistiken unterteilen Norditalien in die beiden Makroregionen Nordwestitalien und Nordostitalien.

Geschichte und Wirtschaft

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In der Antike gab es in Norditalien anders als in Süditalien kaum griechische Kolonisation. Für das Römische Reich war Norditalien zunächst Gallia cisalpina. Seit dem Mittelalter wird Norditalien von bemerkenswerten Handelsstädten geprägt, die sich ausgehend vom Veroneser Bund im Lombardenbund gegen Kaiser Barbarossa († 1190) zusammenschlossen.

In Norditalien wurden einige Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und des Bankwesens erfunden, darunter im 15. Jahrhundert die doppelte Buchführung. Die Großregion gilt als das Herz der italienischen Wirtschaft. Um das Jahr 2010 gab es allerdings beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf keinen Grenzverlauf zwischen Norditalien und Mittelitalien, sondern zwischen Regionen in Norditalien größere Unterschiede als in Mittelitalien und Süditalien.[1]

Seit ihrer Gründung am 4. Dezember 1989 bis in die zweite Hälfte der 2010er hatte die Lega Nord ihren politischen Schwerpunkt in Norditalien.

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Einzelnachweise

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  1. Ralph Bollmann: Wie eine Währungsunion Italiens Süden verarmen ließ. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. September 2012, abgerufen am 14. September 2014.